Von Mensch zu Mensch: Patenschaft

In der sog. "Dritten Welt" gehen über 120 Millionen Kinder nicht zur Schule, weil sie zu arm sind oder hungrig und fehlernährt sind. Viele von ihnen sind Waisen, die ihre Eltern z.B. durch AIDS verloren haben.

Arme Familien sind darauf angewiesen, dass ihre Kinder oft über stundenlange Wege Wasser aus Brunnen holen oder Brennholz sammeln - es bleibt kein Geld für Nahrung, Schule, für Medikamente oder den Arztbesuch.

Lebenshaltungskosten in Uganda 2007:

Einfache Mahlzeit 0,25 Euro, Arztbesuch 7,50 Euro, Behandlung von Malaria 4,00 Euro, Schulbesuch pro Kind und Jahr 40-60 Euro.

Jahresgehalt in Uganda 2007:

Grundschullehrer: ca. 60 Euro/ Monat, Bauer: ca. 20-30 Euro / Monat

Patenschaft

Mit einer Patenschaft können Sie dazu beitragen, dass sich die Ernährungssituation einer Familie normalisiert und dass sich einel Familie den Schulbesuch eines oder mehrerer Kinder leisten und daß die Behandlung von Malaria bezahlt werden kann.

Der Förderkreis Tilapia Niederrhein bietet Patenschaften für Familien aus Uganda an. Es handelt sich um eine ländliche Gegend am Viktoriasee. Die Männer als Ernährer der Familie sind häufig nach Kampala, Ugandas Hauptstadt, abgewandert. Zurück bleiben Frauen und Kinder, die ihre kleinen Grundstücke bewirtschaften.

Außerdem ist die Sterberate wegen der Erkrankungen an Malaria, HIV und anderen Erkrankungen so hoch, dass viele Familien nur noch aus Großeltern und deren Enkeln bestehen - die dazwischen liegende Generation ist oft verstorben. Besonders für diese Familien, Omas und Enkel, sind Patenschaften eine große Hilfe.

Hintergrund: Während der Realiserung des unten beschriebenen Projektes wurde uns ver- deutlicht, wie viele AIDS-Waisen und alleinerziehende Mütter- bzw. Großmütter es in dieser Region gibt. Dies hat uns veranlasst, zusätzlich diese Patenschaften zu organisieren. Ansprechpartner ist Frau Irmgard Ratermann, Adresse unter Kontakt.

IHRE PATENSCHAFT HILFT IHRER PATENFAMILIE GEZIELT.

Projekt und Patenschaft mit Nayofa - Uganda:

Hilfsprojekt: Namaata Jungbauernvereinigung

Projektbetreuung: Priester Father Edward Ssonko. Fr. Edward kommt seit Jahrzehnten jedes Jahr nach Dingden/Hamminkeln und macht in der katholischen Pfarrgemeinde die Urlaubsvertretung.

Projektpartner: Nayofa (Jungbauernvereinigung), Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und der Internationale Landjugenddienst (ILD)

Fördermittel für den Zeitraum 2004-2007: Gesamtkosten 220.000 Euro, davon trägt der BMZ 75% und Tilapa-Niederrhein e.V. 25 % innerhalb von 4 Jahren. Unsere Kosten betrugen pro Jahr: 13.750 Euro.

Kurzbeschreibung: Projekt zur ländlichen Entwicklung in Uganda, speziell zur Verbesserung der Ernährungssituation von Kindern, Jugendlichen und Frauen, insbesondere auch AIDS- waisen und die Entwicklung von Möglichkeiten zur Einkommenserwirtschaftung. Neben Fischteichen gibt es auch Hühner- und Schweinehaltungen, die von eine rGruppe oder Familie versorgt werden. Anzahl der geförderten Gruppen: 102.

Ziel: Lernen von Fischzucht, ökologischer Landwirtschaft, Vermarktung, Organisationsent- wicklung, Lebensplanung, eingebettet in eine feste Struktur durch das NAYOFA-Programm.

Erfolg: "Wir verdienen selbst, wir haben zu essen, wir können Schulgeld bezahlen, wir können für uns selbst planen, wir haben eine Zukunft."

Konkret: 1000 Menschen sollte das Projekt erreichen - Ende 2007 erreichte es 4000 Menschen. Davon eine Grundschule mit ca. 1300 Schülern und eine Berufsschule mit rund 200 Schülern. Alle Schüler werden mit tierischem Eiweiß durch zwölf Fischteiche versorgt. Die Berufsschüler wurden in die Arbeit einbezogen. Sie lernten, wie man einen Teich baut und diese künftig unterhält.

Ende 2010 wurde eine "Ernte" von 36.000 kg Fisch erwartet. Davon werden 18.000 kg als Essen für Kinder, Kranke, Schwangere und Mütter abgegeben. 18.000 kg sind für den Markt bestimmt. Der Erlös dient weiteren Projektaufgaben.

Die Infrastruktur von Nayofa (Jugendleiter, Ausbilder, Fischwarte, Beratungsdienste zur Fisch,- Hühner- und Schweinezucht, Projektsekretärin, Fahrzeug) können aus den Geldern bezahlt werden, die aus den einzelnen Projektgruppen an die Organisation zurückfließen.

Kranke Kinder, AIDS-Waisen haben wieder eine Zukunft durch ihre Patenschaften!

Ein gelungenes Beispiel für Hilfe zur Selbsthilfe.